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MUSIKTHEORIE

In unseren regelmäßigen Jour Fixes treffen wir uns einmal im Monat in der Gruppe, um konkrete Themen der Musiktheorie und Harmonielehre kennen zu lernen. In den vier Klavierstunden bis zum nächsten Treffen bietet sich dann für jeden Schüler die Gelegenheit, das Gelernte zu vertiefen und es auf die eigenen Stücke anzuwenden. In Corona-Zeiten finden diese Treffen als Zoom-Konferenzen statt.

Nach und nach baut sich so ein immer genaueres Verständnis für die Musik und ihre Strukturen auf. „In welcher Tonart steht mein Stück? Warum dieser Akkord an dieser Stelle? Wie kann ich gliedern? Warum hier dieses Vorzeichen?“ etc.etc. Verstehen was man spielt,

Im Spielen immer mehr verstehen! Darum geht es.

Musiktheorie hat einen schlechten Ruf. Das ist schade, denn eigentlich

kann sie richtig

Spaß machen.

Musik als Sprache

Wenn Sie eine Sprache lernen wollen und die Berlitz-School würde Ihnen sagen „Grammatik unterrichten wir nicht!“ - dann würden Sie wohl woanders hingehen. Gott sei Dank tut das die Berlitz-School nicht, sowenig wie jede andere vernünftige Sprachen-Schule.

​Nur in der Musik ist das in der Praxis leider häufig anders. Viele Schüler*innen hatten jahrelang Klavierunterricht, ohne je etwas Nützliches über Musiktheorie erfahren zu haben. Dabei erklärt Musiktheorie tatsächlich die Grammatik der Musik. Und genauso, wie es im Sprachenunterricht natürlich hilft, die Grammatik und ihre innere Logik zu verstehen, genauso vereinfacht es beim Klavierspielen ganz viele Dinge. Deshalb lernt man bei ProPiano auch immer etwas über Musiktheorie.

Die Art, wie erklärt wird, unterscheidet sich sehr von den eingefahrenen akademischen Wegen. Bei ProPiano geht es nicht um strengen 4-stimmigen Satz oder um eng gefasste Stimmführungsregeln. Ziel ist es stattdessen immer, Musiktheorie konkret auf die gespielten Stücke anwenden zu können: warum schreibt Mozart hier ein # aber zwei Takte später nicht? Wie kann ich mir diese Akkordfolge erklären? Etc.etc… Die wichtigste Folge dieses wachsenden Wissens ist, dass man Stücke viel schneller und viel sicherer lernt, sobald man ihre Struktur versteht. Für viele Schüler*Innen ist das zunächst kaum vorstellbar, wie sehr ihr Spielen vom wachsenden Verständnis für Akkorde und Strukturen profitiert, aber wer den Schritt wagt, wird wirklich reich belohnt!

Weil es Zeit braucht, diese Dinge in Ruhe zu erklären und weil die Zeit in einer Einzelstunde doch recht begrenzt ist, gibt es bei uns inzwischen den allmonatlichen Jour Fixe für Musiktheorie. An jeweils einem Freitag im Monat trifft sich eine Gruppe von interessierten Schülern für insgesamt zweieinhalb Stunden Theorieseminar. Die Teilnahme ist selbstverständlich freiwillig und nicht an die Klavierstunden gebunden.

In einem solchen Treffen geht es um klar definierte Themen wie Tonart, Grundkadenz, Akkorde, Modulation, Quintenzirkel etc. Jeder Teilnehmer erhält zu Beginn ein detailliertes Skript. Anschließend wird der Stoff in der Gruppe besprochen. Fragen und gegenseitige Hilfestellung sind dabei nicht nur erlaubt, sondern willkommen. Nachdem in der Gruppe der Stoff ein erstes Mal bearbeitet wurde, bieten die vier Einzelstunden bis zum nächsten Treffen Gelegenheit, die eine oder andere Frage zu vertiefen und auf das eigene Stück anzuwenden.

Nah bei den Stücken

Gemeinsam lernen